Spieltektonik

Der Begriff „Spieltektonik“ leitet sich von griechisch „tektonikós“ - die Baukunst betreffend - ab und bezeichnet eine neue Wissenschaft, die sich mit den Gestaltungselementen von Regelwerken beschäftigt, in denen Menschen agieren. Ähnlich der Dichtkunst, wo man von Tektonik zwecks "regelrechtem Aufbau" einer Dichtung spricht, deren Teile sich zu einem Ganzen fügen, wie z.B. einem Drama, oder in Kunst und Architektur, wo sich Stilelemente aggregieren lassen, so gibt es Stil­elemente, die sich zu komplexen Regelwerken fügen, die von Menschen als "spannend", unspannend,  als „unterhaltsam“ oder langweilig, als „de­eskalierend“ oder „eskalierend“ empfunden werden. Sie bilden die Grundlagen nicht nur für die Gestaltung von spannenden Spielen, sondern bieten auch unbegrenzte Möglichkei­ten, Unter­nehmensregelwerke so zu gestalten das Mitarbeiter überwiegend gerne produktiv, teamorientiert, wohlwollend, kooperativ, und somit frei von Konflikten agieren können.
Allen Menschen gemeinsam ist die Begeisterungsfähigkeit für Dynamiken in überschaubaren Regelwerken, dem Spiel. So kann man Kommunikationsprozesse als Sprachspiele und Flirt, Diskussionen als Gedankenspiele, Verkaufsprozesse und Marketing als Überzeugungsspiele, Politik als Massenlenkungsspiele, und Unternehmen als Beschäftigungsspiele auffassen.
Diese Spiele werden auch als „serious games“ bezeichnet. Über die
mathematische Betrachtung von 'Planspielchen' , wie z.B. dem
Gefangenendilemma, kommt die reine Spieltheorie nicht hinaus.

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